pressemitteilung
10.10.2026
ICMGP in Hyderabad
ZETTL präsentiert auf der Weltkonferenz ICMGP in Hyderabad die komplette Prozesskette für Quecksilberabfälle.
Rückgewinnen, veredeln, dauerhaft binden: ZETTL präsentiert auf der Weltkonferenz ICMGP in Hy-derabad die komplette Prozesskette für Quecksilberabfälle
Mit BPD, RPD, Mercury Fine Distiller (MFD) und Mercury Stabilization Unit (MSU) deckt der mitteldeutsche Anlagenbauer alle Stufen ab – von der Rückgewinnung über die Feinreinigung auf bis zu 99,9999 % bis zur endlagerfähigen Stabilisierung
München / Hyderabad, 29. September 2026 – Vom 4. bis 10. Oktober 2026 traf sich die internationale Quecksilber-Fachwelt am Indian Institute of Technology (IIT) Hyderabad zur 17. International Conference on Mercury as a Global Pollutant (ICMGP). Unter dem Leitthema „Reaching Ten Years of Enforcement of the Minamata Convention“ diskutieren Wissenschaft, Behörden und Industrie, wie sich Quecksilbereinträge welt-weit weiter senken lassen. Die ZETTL GmbH war erstmals dabei und gestaltet am 4. Oktober den Workshop „Mercury Waste Treatment – From recovery to safe stabilization“.
Wachsender Handlungsbedarf. Laut UNEP gelangen jährlich rund 2.220 Tonnen Quecksilber aus mensch-lichen Quellen in die Atmosphäre, knapp die Hälfte davon in Asien. Quecksilber baut sich nicht ab und reichert sich als Methylquecksilber in der Nahrungskette an. Artikel 11 des Minamata-Übereinkommens – von Indien 2018 ratifiziert – verpflichtet zur umweltgerechten Behandlung quecksilberhaltiger Abfälle wie Lampen, Ther-mometer, Knopfzellen, Dentalamalgam, Chlor-Alkali-Schlämme oder kontaminierte Böden. Mit dem weltweiten Amalgam-Ausstieg bis 2034 wachsen die Mengen weiter.
Rückgewinnen mit BPD und RPD. Der Batch Process Distiller (BPD) behandelt Amalgam, Thermometer, Knopfzellen, Batteriegemische und Schlämme vollautomatisch im geschlossenen, inertisierten System unter Vakuum bei 350 bis 700 °C. Das Quecksilber wird mit 99,9 bis 99,99 % Reinheit zurückgewonnen; der Rück-stand enthält weniger als 10 ppm Quecksilber, das Abgas weniger als 10 μg/m³. Der BPD 1000 verarbeitet je Charge bis zu 1.000 kg Quecksilber bzw. 800 kg Amalgam; für kleinere Mengen gibt es BPD 100 und BPD 200. Für große Volumen an Schlämmen, Bohrklein und kontaminierten Böden arbeitet der Rotating Process Distiller (RPD) im rotierenden Dauerbetrieb – ebenfalls mit weniger als 10 ppm Restgehalt. Sein Quecksilber wird im BPD weiter aufgereinigt.
Veredeln und dauerhaft binden. Wo Wiederverwendung zulässig ist, raffiniert der Mercury Fine Distiller (MFD) das Quecksilber in zwei Stufen auf bis zu 99,9999 % – etwa für Forschung und Medizintechnik. Über-schüssiges Quecksilber, beispielsweise aus stillgelegten Chlor-Alkali-Anlagen, überführt die MSU in festes, praktisch unlösliches Quecksilbersulfid (Zinnober) – den von den Basler Leitlinien genannten Stabilisierungs-weg vor der Endlagerung. Sie stabilisiert bis zu 1,8 Tonnen Quecksilber pro Tag auf nur 4 × 5 Metern Stellflä-che.
„Quecksilberhaltige Abfälle sind Gefahrstoff und Wertstoff zugleich. Wir gewinnen das Quecksilber sicher zurück, veredeln es für die zulässige Wiederverwendung oder binden es dauerhaft als Zinnober – alles aus einer Hand und seit Jahrzehnten im Betrieb erprobt. Mit unserer Teilnahme in Hyderabad wollen wir dort prä-sent sein, wo die Standards von morgen gesetzt werden – gerade in Asien, wo der Handlungsbedarf beson-ders groß ist.“ Michael Zettl, Geschäftsführer ZETTL GmbH
Über ZETTL
Die ZETTL GmbH mit Hauptsitz in München und Standorten in Berga/Südharz und Dessau-Roßlau ist seit rund sechzig Jahren Partner der Industrie für mechanische und thermische Verfahrenstechnik – u. a. in Chemie, Pharma, Umwelttechnik, Düngemittel-, Stahl- und Baustoffindustrie. Zu den Kernprodukten zählen Schaufeltrockner, Mischer, Filtertrockner, Drehrohrtechnologie und Anlagen zur Quecksilberbehandlung. ZETTL ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. www.zettl-munich.de
Bildmaterial (auf Anfrage): BPD 1000, RPD, MFD, MSU, Porträt Michael Zettl
Pressekontakt
ZETTL GmbH · Bodenseestraße 29 · 81241 München [Michael Zettl, michael.zettl@zettl-munich.de]
Mitteldeutsche Zeitung
14.10.2026